Sprengel Hildesheim-Göttingen / Landessuperintendent

Bild, oben: Blick in den Sprengel, Fotograf Heiko Preller, links: Klosterkirche Sankt Marien Amelungsborn

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Wer richtig kombiniert, findet den Verräter

Der Escape-Room im Gemeinderaum Osterwald gibt Rätsel auf

Osterwald. Wer ist der Verräter? Wer von den zwölf Männern, die mit Jesus am Tisch sitzen, wird ihn seinen Feinden ausliefern? Und was haben der Plüsch-Papagei, der Affe und all die anderen Kuscheltiere damit zu tun? Wer hat die Flaschen geleert und all die Kronkorken zurückgelassen? Oder spielt das etwa gar keine Rolle?

Der  Gemeinderaum der Kirchengemeinde Osterwald hat sich in einen Escape-Room verwandelt: Wer hier gewinnen will, muss das Rätsel des Verrats innerhalb einer Stunde lösen. Ab sofort sind alle Jugendgruppen aus dem Gemeindeverband Saaletal, aber auch Erwachsene und nicht-kirchliche Gruppen eingeladen, sich daran zu versuchen. Die Pastoren und Pastorinnen der Regionen Salzhemmendorf und Coppenbrügge haben es schon probiert. Zwar hatten sie aufgrund ihrer theologischen Vorbildung eine ziemlich klare Vorstellung, wer der Täter sein müsste. Aber leichter wurde das Rätsel für sie dadurch nicht: Nur Beweise zählen. Und Hilfsmittel sind tabu.

„Man braucht keine Bibelkenntnisse und muss auch nicht unbedingt viele Krimis gelesen haben“, erklärt Diakonin Andrea Gärtner, „wer Erfolg haben will, sollte einfach gut kombinieren und rätseln können.“ Andrea Gärtner hat den Escape-Room gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Jugend-Mitarbeiter-Kreis (JUMAK) vorbereitet. Die Idee dazu stammt aus einem Buch. Beim Arrangieren all der Hinweise, der versteckten Indizien und verborgenen Codes habe das Team auch nicht gewagt, etwas zu verändern, erzählt die Diakonin: „Bei der Vorbereitung überblickt man noch gar nicht die Zusammenhänge.“

Um sicher zu gehen, dass das Rätsel funktioniert, also nicht zu einfach, aber auch nicht unlösbar ist, hatten die Jugendmitarbeiter Testspieler eingeladen. Eine Gruppe war dabei sehr schnell, hatte den Verräter nach 45 Minuten entlarvt. Ganz so schnell sind die Pastoren und Pastorinnen an diesem Morgen nicht. Aber auch sie kommen dem Täter auf die Spur. Doch bevor es soweit ist, sitzt ein Pastor unter dem Tisch, werden Schlösser geknackt, Rucksäcke durchwühlt, und Geheimschriften entschlüsselt. Zwischendurch sind immer wieder Absprachen in der Gruppe nötig.  Stecken die Hobby-Ermittler in einer Sackgasse, gibt Diakonin Gärtner mal einen kleinen Hinweis – das ist im Spiel erlaubt.

Ab sofort bis Mitte Oktober können interessierte Gruppen von bis zu acht Personen sich bei Diakonin Andrea Gärtner unter Telefon 05185 / 957682 oder bei Nicole Winckler unter Telefon 0176 / 72484202 melden und einen Terminwunsch nennen. Die Jugendmitarbeiter bemühen sich, jeden gewünschten Termin möglich zu machen. Das Rätseln ist für Gruppen aus dem Gemeindeverband Saaletal kostenlos, von anderen Gruppen wird eine Spende erbeten. Von dem Erlös will der Jugendmitarbeiterkreis gemeinsam einen Escape-Room in Hannover besuchen. Wiebke Barth


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Bild: Barth

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Sommer, Sonne und ein guter Geist

Superintendent Mirko Peisert begrüßt in der Paul-Gerhardt-Kirche neu gewählte Kirchenvorstände

Hildesheim. Mendelssohn, Schubert, Händel und Liszt wären erfreut gewesen, wenn sie gestern Abend dem Gesang in der Paul Gerhardt-Kirche hätten lauschen können. Die Besucher des Gotteshauses im Hildesheimer Musikerviertel am Galgenberg machten den alten Meistern einige Ehre: Beschwingt intonierten sie stimmungsvolle Kirchenlieder, sangen hingebungsvoll von Laub und Blüte und einem Schiff im Meeressturm. 

„Kirchenvorstände sind gottesdiensterprobt und können gut singen“, bestätigte nach der Andacht Superintendent Mirko Peisert. Rund 150 der 200 neu gewählten Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher aus 26 Gemeinden des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt füllten am Sonntagabend beim Gottesdienst die Bänke und damit einen Großteil des markanten Kirchenbaus aus den 60er Jahren.

Im März haben sich in sämtlichen 1.262 Kirchengemeinden der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die Kirchen- und Kapellenvorstände neu formiert. Zum ersten Mal durften auch die 14- und 15-jährigen Kirchenmitglieder wählen. Inzwischen sind in allen Gemeinden die Leitungsgeschäfte übergeben und die Vorstände am Ruder.

Die Frauen in bunten Sommerkleidern, die Männer überwiegend in kurzärmeligen Hemden, dazwischen das tiefe Violett der Poloshirts vom Jugendchor Triangel mit seiner Leiterin Regina Wilken: Die Atmosphäre im Raum war geprägt von Sommer, Sonne und einem Geist der Zuversicht.

„Gottes Geist ist in eure Herzen geschrieben“, machte der Superintendent den Vorständen für die bevorstehenden Aufgaben Mut. Sie seien nicht allein: „Liebe in den Gemeinden ist eine große Kraft.“ Er dankte für die Bereitschaft der Frauen und Männer, sechs Jahre lang „eine zentrale Aufgabe für unsere Kirche“ zu übernehmen.

Zu der Frage, ob es in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen in den christlichen Glaubensgemeinschaften schwieriger geworden ist, ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten für dieses Ehrenamt zu stellen, erklärte Gastgeber Pastor Rainer Schwartzkopff beim Empfang im Gemeindesaal: „Das mag in manchen Fällen so gewesen sein. Bei uns in der Paul-Gerhardt-Gemeinde hatten wir jedoch mehr Anwärter als erforderlich.“

Viele Besucher waren zum ersten Mal in dem weißen Gebäude an der Händelstraße, das sich wegen seiner besonderen Architektur deutlich von der Wohnbebauung ringsherum abhebt. Nicht zufällig hatte Mirko Peisert dieses Gotteshaus für die Zusammenkunft gewählt: Dem modernen, lichten Bau schließt sich ein großer Saal an, der wiederum von einem Garten umgeben ist. Drinnen und draußen kam man schnell ins Gespräch, die Band „Die drei von der Funkstelle“ bereicherte den Sommerabend mit dezenter Livemusik.

Für Staunen sorgte „Der kleine Paul“: Deutschlands „einziger Kirchen-Krämerladen“, wie Pastor Schwartzkopff das kleine Geschäft den Gästen vorstellte. Dass es im Laden täglich außer sonntags ab sieben Uhr frische Brötchen, Kaffee und aktuelle Zeitungen gibt, und er in den 14 Jahren des Bestehens zu einem beliebten Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft geworden ist, hatten die wenigsten geahnt.

Text und Fotos: Susan Pickers

Bild: Pickers

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Samstag, 18. August 2018, 20 Uhr, St. Michaelis/Hildesheim:

Gli Scarlattisti in St. Michaelis/Hildesheim

„Zwischen Sachsen und Venedig“ steht als Motto über der nächsten Sommerlichen Kirchenmusik in der Michaeliskirche Hildesheim am Samstag, dem 18. August. Das Vokalsolistenensemble „Gli Scarlattisti“ und die Capella Principale musizieren unter der Leitung von Jochen Arnold geistliche Musik von Johann Rosenmüller und Heinrich Schütz.

Das Vokalsolisten Ensemble GLI SCARLATTISTI wurde 1995 von Jochen M. Arnold gegründet. Es besteht aus professionellen Sängerinnen und Sängern aus Deutschland und der Schweiz. Begleitet werden die SCARLATTISTI meist von einer vierköpfigen Continuogruppe oder dem Barockorchester Capella Principale (verantwortlich: Thorsten Bleich).

Das Ensemble unternimmt regelmäßig Konzertreisen, darüber hinaus gab es in den letzten Jahren Rundfunkproduktionen beim Bayrischen und Hessischen Rundfunk sowie beim Südwestrundfunk, Festival-Auftritte in Nürnberg, Torgau, Stuttgart u.a. sowie beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover und Köln (TV). Das Repertoire der Scarlattisti reicht von der Renaissance bis zur Moderne.

Das Chorkonzert am 18. August beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 18 € (erm. 12 €) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird, sowie im Vorverkauf beim HAZ-Ticketshop und ameis Buchecke sowie online über www.reservix.de.

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Bild: Jochen Arnold

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Literaturhaus St. Jakobi zieht in der nächsten Spielzeit thematisch aufs Land

Auftakt am 14. September / Im Dezember spricht Landesbischof Meister mit Ministerpräsident Stephan Weil über dessen Lieblingsbücher

Hildesheim. Auf Stadt folgt Land: Das Literaturhaus St. Jakobi startet im September in seine nächste Spielzeit in der Reihe Stadt-Land-Fluss. Dabei versteht sich „Land“ nicht nur im nationalen Sinn, sondern als Umland, Landschaft oder auch Bundesland. Das neue Spielzeitprogramm mischt Debütromane mit bekannten Namen, bietet neue ebenso wie bewährte Formate und setzt die Kooperation mit der Stiftungsuniversität Hildesheim sowie Radio NDR Kultur fort.

Denn die hat sich aus Sicht von Intendant Dirk Brall und Projektmanagerin Sarah Patzak in den vergangenen vier Jahren bewährt: Die Durchmischung des Publikums und das Zusammenbringen von Studierenden und eingesessenen Hildesheimern funktioniere immer besser. Wie gewohnt erhält das Literaturhaus St. Jakobi passend zum Spielzeit-Motto auch ein neues Bühnenbild, gestaltet von David Schnitter und Benjamin Gross. Der kirchliche Raum spiele mit seinem Spannungsfeld zwischen der 500 Jahre alten Pilgerkirche und der Gegenwartsliteratur für die besondere Atmosphäre in St. Jakobi seine Rolle, erklärt Dirk Brall, und werde in der Programmgestaltung berücksichtigt.

Die Wechselwirkung von Universität, Stadt und Kirche für Kultur und Literatur in Hildesheim spiegelt sich schon in der Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 14. September. Die Schriftstellerin und neue Hildesheimer Uni-Professorin für literarisches Schreiben Annette Pehnt, Superintendent Mirko Peisert sowie Mareike Knobloch und Thomas Harling vom Projektbüro Kulturhauptstadt HI2025 stellen ihre literarischen Positionen zum Thema Land vor. Es gibt Musik und eine Ausstellung von Rauminstallationen des studentischen Projekts Kunstraum 53. Beginn ist um 19.30 Uhr, Tickets gibt es für eine Schutzgebühr von 1 Euro bei Ameis Buchecke oder an der Abendkasse.

Annette Pehnt ist noch einmal zu Gast am Dienstag, 13. November. Literaturredakteurin Anna Hartwich von NDR Kultur macht sich mit der Autorin auf die Reise durch ihr vielfältiges Werk, das belletristische Romane, Kinderbücher, Kurzgeschichten und literarische Lexika umfasst. Die Lesungen in der Literaturkirche werden nicht als Ein-Personen-Monologe gestaltet, sondern die Autoren und Autorinnen stellen ihre Werke im Gespräch mit ModeratorInnen vor. „Das baut eine Brücke zum Publikum“, erklärt Dirk Brall, „und führt zu spontanen Äußerungen und besonderen Momenten.“

Am Samstag, 22. September, spricht Navid Kermani mit Susanne Utsch von Deutschlandfunk Kultur über seinen Bestseller „Entlang den Gräben“ und seine Reise von seiner Heimatstadt Köln durch Osteuropa bis nach Isfahan, vorbei an Spuren alter und neuer Verwüstungen – „Eines der Highlights der Spielzeit“, sagt Dirk Brall.

Mit Beginn des Wintersemesters startet am 18. Oktober das Literarische Institut der Universität in Kooperation mit dem Literaturhaus St. Jakobi eine neue  Poetikvorlesung. Es geht um Facetten heutigen Schreibens, um den Umgang der KünstlerInnen mit ihrem Material. Den Anfang macht die ungarisch-schweizerische Autorin Melinda Nadj Abonji, deren Roman „Schildkrötensalat“ 2017 erschien. Sie verbindet ihre Lesung mit dem Auftritt von Beatboxer Jurczok zu einem literarisch-musikalischen Grenzgang.

Parallel zum Light-Night-Shopping am Freitag, 26. Oktober, lädt St. Jakobi zum Mitmachen ein. Ann-Kathrin Blohmer und Stephanie Brall verwandeln die Kirche in eine Kreativwerkstatt, einen Jahrmarkt der Möglichkeiten mit Musik und Wortimpulsen.

Die Hildesheimer Literaturzeitschrift BELLA triste mit Werken junger Autoren und Autorinnen wird am Donnerstag, 22. November, vorgestellt. Am Mittwoch, 5. Dezember stehen zwei ehemalige Studierende mit ihren Werken im Mittelpunkt: Thomas Klupp stellt seinen neuen Roman „Wie ich fälschte, log und Gutes tat“ vor, der in der scheinbar schönen Welt einer Kleinstadt spielt. Karoline Menge bringt ihren Debütroman „Warten auf Schnee“ mit und spricht mit Moderator Alexander Solloch unter anderem über das Studieren auf dem Land.

Land – das ist auch das Bundesland Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil trifft am Montag, 17. Dezember, um 19.30 Uhr auf Landesbischof Ralf Meister. Der Landesbischof spricht mit dem Politiker über dessen Lieblingsbücher und darüber, wie Literatur inspiriert. Da könnten kurz vor Weihnachten auch noch Geschenk-Tipps dabei sein.

Zwischen 1200 und 1500 Gäste habe das Literaturhaus St. Jakobi in einer Spielzeit, erklärt Intendant Brall. Einige Veranstaltungen der Spielzeit „Stadt“ seien mit 220 Plätzen ausverkauft gewesen, mindestens 50 ZuhörerInnen waren es aber immer, „und das ist viel für eine Lesung“. Das Literaturhaus in der Jakobi-Kirche gibt es jetzt im fünften Jahr. Das Programm wird von der Landeskirche Hannovers und der Hanns-Lilje-Stiftung gefördert. Mehr Informationen zur Spielzeit und Karten gibt es unter stjakobi.de, Tickets auch bei Ameis Buchecke und im HAZ-Ticketshop. Wiebke Barth






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Bild: Barth

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Donnerstag, 09. August 2018, 20 Uhr, St. Michaelis/Hildesheim:

Posaune und Orgel in St. Michaelis

Musik für Soloposaune und Orgel steht auf dem Programm der nächsten Sommerlichen Kirchenmusik in der Michaeliskirche Hildesheim am Donnerstag, dem 09. August. Der Bremer Soloposaunist Detlef Reimers und Michaelisorganist Helmut Langenbruch musizieren Werke von de Fesch, Böhm, Dowland, Farnaby, Cesare, Frescobaldi, Bresgen, Franck und Guilmant.

Detlef Reimers ging nach seinem Posaunenstudium in Hamburg und Lübeck (1984 Abschluss Diplom) als Soloposaunist zum Philharmonischen Staatsorchester nach Bremen. Seit den 90er Jahren spezialisierte er sich auf die Interpretation alter Musik.

Er spielt seitdem in zahlreichen Konzerten und Aufnahmen zusammen mit spezialisierten Ensembles (z. B. Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, Musica Fiata, Rias Kammerchor, Capella de la Torre, Weserrenaissance Bremen).

Von 2000 bis 2009 hatte er einen Lehrauftrag für Posaune und Blechbläser Kammermusik an der Musikhochschule Münster/Westf.

Das Kammerkonzert am 9. August beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 12 € (erm. 8 €) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird.



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Bild: Detlef Reimers

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Lust zum Leiten – Kompetenzen stärken

Eine Langzeitfortbildung für Frauen im kirchlichen Ehrenamt im Sprengel
Hildesheim-Göttingen · 2018/2019

Vielleicht tragen Sie in Ihrem Beruf tagtäglich Leitungsverantwortung
für Mitarbeitende, vielleicht sind Sie seit langer Zeit im Kirchenvorstand engagiert oder starten nach den Wahlen im März nun neu in diesem Leitungsgremium Ihrer Kirchengemeinde – überall ist Mut zum Gestalten und Lust zum Leiten erforderlich.
Wenn aus Ihrem Ehrenamt oder auch Ihrem beruflichen Engagement der Wunsch wächst, mehr über gute Leitung, über Motivation zu erfahren und über Ihre Eindrücke zu reflektieren, dann ist dieses Format genau das richtige für
Sie. Die Evangelische Erwachsenenbildung bietet Ihnen mit der Langzeitfortbildung acht Module an, in denen Sie Leitungskompetenzen neu gewinnen und vertiefen können. Das passiert in engem und kollegialem Austausch mit den  Kursleitenden und den anderen Teilnehmerinnen.Sie alle
verbindet der ehrenamtliche Einsatz für und in unserer Kirche. Ich möchte Sie ganz herzlich dazu einladen, dieses Angebot wahrzunehmen, seien Sie mutig und seien Sie dabei! Ihr Eckhard Gorka

Anmeldung und Information
bis zum 07. September 2018 über:
EVANGELISCHE
ERWACHSENENBILDUNG
AG SÜDNIEDERSACHSEN
Auf dem Hagen 23
37079 Göttingen
Kerstin Remane
Tel.: 0551-45023
Kerstin.Remane@evlka.de
www.eeb-niedersachsen.de



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Sommerliche Kirchenmusik in der Michaeliskirche Hildesheim am Donnerstag, den 2. August

Bachs Kunst der Fuge mit Ingo Bredenbach

Die Sommerliche Kirchenmusik in der Michaeliskirche Hildesheim am Donnerstag, dem 02. August richtet sich an die Liebhaber der Musik des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Der Tübinger Kirchenmusikdirektor und Orgelprofessor Ingo Bredenbach interpretiert auf der Woehl-Orgel von 1999 dessen „Kunst der Fuge“.

Ingo Bredenbach wurde 1959 in Wuppertal geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Kirchenmusik an der Folkwanghochschule Essen (1985: A-Examen) und der Kantorentätigkeit in Meerbusch-Lank (1983-87) folgte die Tätigkeit als Bezirkskantor in Nagold/Schwarzwald (1987-99). 1998-2009 war Bredenbach Orgelprofessor und Rektor der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen der Ev. Landeskirche in Württemberg. Einer seiner besonderen Arbeitsschwerpunkte stellte die Kinder- und Jugendchorarbeit dar. Bereits in Meerbusch und Nagold leitete er eine differenzierte Kinderchorarbeit. 2001 gründete er an der Hochschule für Kirchenmusik einen Kinder- und Jugendchor, in dem zeitweilig über 120 Kinder und Jugendliche in drei Gruppen sangen. Weit über hundert Lieder und mehrere szenische Singspiele sind für die Kinderchöre komponiert worden. Seit Mai 2006 ist er zudem Leiter des „BachChor Tübingen“. Seit 2010 wirkt Bredenbach als Kantor an der Stiftskirche Tübingen, ist verantwortlich für die renommierte allwöchentliche „MOTETTE“ und leitet den Jugendchor und die Kantorei der Stiftskirche. Er ist weiterhin Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in Kompositionen für Kinderchor, Chor, Orgel oder Posaunenchor. Dazu kommt eine rege Konzert-, Unterrichtstätigkeit und Seminararbeit (u. a. Orgelinterpretationskurse, Seminare zur Orgelimprovisation und zur Kinderchorleitung). Musikschriftstellerische und kompositorische Tätigkeit und Veröffentlichungen bei verschiedenen Verlagen (u. a. Bärenreiter, Carus, Strube). Zuletzt erschien die umfangreiche Sammlung „Der Neue Quempas“ im Bärenreiter-Verlag.

Das Orgelkonzert mit Ingo Bredenbach beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 10 € (erm. 7 €) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird.


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Bild: Helmut Langenbruch

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Kirche will beim ökofairen Wirtschaften vorankommen

Michaela Grön hat Projekt „Lernen eine Welt zu sein“ entwickelt / Auftaktveranstaltung im November

Hildesheim. Gerechter wirtschaften, umweltfreundlicher einkaufen, nachhaltiger leben: Auf dem Weg zu einer gerechteren Welt sollten Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen vorangehen, findet Michaela Grön. „Es geht auch um Glaubwürdigkeit. Schließlich treten die Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein“, sagt die Leiterin des neuen Projektes „Lernen eine Welt zu sein“ im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Sie hat ein Konzept für eine Reihe von Bildungsveranstaltungen und Aktionen entwickelt, die in den nächsten drei Jahren die kirchlichen und diakonischen Einrichtungen im Kirchenkreis dabei unterstützen sollen, sich auf den Weg zu machen – mit ganz pragmatischen Lösungsideen ebenso wie mit Hintergrundwissen über die Folgen des örtlichen Wirtschaftens für die Welt.

„Aber ohne die Moralkeule zu schwingen“, betont Michaela Grön. Denn sie ist überzeugt: Weit eher bewegen sich die Menschen aus der Gemütlichkeit des Gewohnten, wenn sie Lust dazu und Spaß daran haben. „Wir Menschen wollen unsere Umgebung beeinflussen, und zwar mit anderen zusammen. Bei Urban gardening Projekten zeigt sich das zum Beispiel. Anpacken und mitgestalten schafft Lebensqualität. Abseits von Konsum und Wirtschaftswachstum geht es da um viele andere Formen des Wachsens.“

Den Anstoß zu dieser Projektidee gab die Veranstaltungsreihe „Wo Gerechtigkeit strömt“, von der Evangelischen Bildung im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und der Evangelischen Erwachsenenbildung Hildesheim Anfang des Jahres angeboten. Danach sei sie von engagierten Personen aus dem Kirchenkreis ermutigt worden, das Thema weiter zu verfolgen, so Michaela Grön. Die Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen ist wieder mit im Boot, gefördert wird das Projekt zudem von der Inlandsförderung von Brot für die Welt und von der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers.

Für das Projekt kann sich Michaela Grön auf das Netzwerk Evangelische Bildung im Kirchenkreis stützen, zu dem 30 evangelische Bildungseinrichtungen zählen, 25 Kirchengemeinden und 22 Kindertagesstätten. Weitere Kooperationspartner möchte sie gewinnen und zunächst sammeln, welche Ideen und Ansätze – zum Beispiel durch die Zertifizierung Hildesheims als Fairtrade-Town - schon vorhanden sind: „Welche Menschen sind aktiv? Wo kann man zusammen stark sein?“ Ein wichtiger Veranstaltungsort neben vielen anderen wird das Michaelis-Weltcafé des Diakonischen Werkes sein, das durch die frühere Trägerschaft von El Puente schon mitten im Thema steckt.

Eine der ganz praktischen Ideen wäre zum Beispiel der Aufbau einer gemeinsamen Einkaufsplattform, über die kirchliche Gruppen Dinge wie den Kirchenkaffee, das Fleisch für den Grillnachmittag oder das Papier fürs Büro ökofair beschaffen könnten. Auch um das Stromsparen soll es gehen, um Müllvermeidung und nachhaltige Mobilität. In einer Arbeitsgemeinschaft am Andreanum beispielsweise will Michaela Grön mit Schülerinnen und Schülern Lösungen für das Gymnasium erarbeiten.

Zudem sucht sie für den Start drei kirchliche Einrichtungen, die unter dem Motto „Wir fangen schon mal an“ erste Schritte zum gerechteren Wirtschaften unternehmen wollen, sowie drei Einrichtungen, die unter dem Motto „Wir gehen aufs Ganze“ ihren Einkauf tatsächlich komplett umstellen wollen.

Sind die Kontakte geknüpft, die Partner an Bord, dann geht es am Mittwoch, 14. November, mit einer Auftaktveranstaltung richtig los. „Marktplatz öko, fair und mehr“ heißt es von 17 bis 20.30 Uhr. Den Auftakt bildet ein Vortrag von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker mit dem Titel „Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen“. Danach findet ein Bildungsmarkt statt zu den Themen ökofaire Beschaffung, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Transformation und Spiritualität: „Damit die Veränderung über den Einzelnen hinaus im Kirchenkreis Fahrt aufnimmt“, sagt Michaela Grön.   Wiebke Barth

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Bild: Barth

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Donnerstag, 26. Juli 2018, 20 Uhr, St. Michaelis/Hildesheim:

Orgelkonzert mit Friedhelm Flamme

Die nächste Sommerliche Kirchenmusik in der Michaeliskirche Hildesheim am Donnerstag, dem 26. Juli ist wieder ganz der Orgelmusik gewidmet. Auf der großen symphonischen Woehl-Orgel der Michaeliskirche spielt KMD Friedhelm Flamme Werke von Vincent Lübeck, Johann Sebastian Bach, Manfred Kluge und Richard Bartmuss.

Friedhelm Flamme studierte an der Hochschule für Musik Detmold Schulmusik, Kirchenmusik, Orgel, Dirigieren und Tonsatz und legte das Kirchenmusik-A-Examen sowie das Konzertexamen Orgel (mit Auszeichnung) ab. An der Universität Paderborn schloss er ein Studium der Religionspädagogik ab und promovierte im Fach Musikwissenschaft über das Kompositionswerk Friedrich Guldas.

Nach leitender Tätigkeit als Kirchenmusikdirektor der Hannoverschen Landeskirche unterrichtet er als Oberstudienrat an der Paul-Gerhardt-Schule Dassel und lehrt als Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Detmold. Seine umfangreiche Diskographie umfasst Gesamteinspielungen der Orgelwerke C. Nielsens und W.F. Bachs sowie die viel beachtete CD-Reihe Organ Works Of The North German Baroque (22 CDs  bei cpo).

2004 wurde ihm für seine Einspielung des Gesamtwerks von M. Duruflé der Internet Classical Award verliehen. Im März 2017 eröffnete er im Rahmen einer dreiteiligen England-Tournee eine Bach-Konzertreihe in der Londoner St. Paul’s Kathedrale; er ist ein regelmäßiger und gern gesehener Gast an den bedeutenden Orgeln in Deutschland, Europa und Übersee.

Das Orgelkonzert mit Friedhelm Flamme beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 10 € (erm. 7 €) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird.





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Bild: F. Flamme

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„Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Stelle der Integrationskraft ist für weitere zwei Jahre gesichert

Bad Salzdetfurth. Die Stelle der Integrationskraft in der Stadt Bad Salzdetfurth ist bis zum Herbst 2020 gesichert. Das Diakonische Werk Hildesheim ist der Anstellungsträger für die halbe vom Landkreis finanzierte Stelle sowie für die halbe Stelle der Stadt Bad Salzdetfurth. Die Stadt finanziert außerdem den Unterhalt der Räumlichkeiten für das Integrationsbüro.

Hier in der Salzpfännerstraße kann die Integrationsfachkraft Jennifer May nun für weitere zwei Jahre ihre Tätigkeit nachgehen. Sie ist die erste Anlaufstelle für Menschen, die Fragen rund um das Thema Integration haben. Dazu zählen momentan vor allem die 140 Asylbewerber und die 102 Personen mit gerade erworbenen Aufenthaltstiteln. Aber auch Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen unterstützen, und Fragen beispielsweise zum Asylrecht haben, bekommen hier Hilfe.

Eine Besonderheit dabei ist, dass Jennifer May kommunale und regionale Integrationshelferin in Personalunion ist. Etwas, was insbesondere für die Betreuung der KlientInnen von großem Vorteil ist. Sonst sind sie durch den häufigen Wechsel ihrer Bezugspersonen gezwungen, immer wieder neu Vertrauen zu fassen, die eigene, mitunter traumatisierende Geschichte wieder und wieder zu erzählen.

Insofern handle es sich bei der Lösung in Bad Salzdetfurth um ein Vorzeigemodell, sagt die Fachbereichsleiterin Flüchtlingssozialarbeit im Diakonischen Werk Hildesheim Bettina Mai. Dazu zähle auch die gute Vernetzung und Zusammenarbeit von Kirchengemeinde, Kommune und Ehrenamtlichen. Bettina Mai und Diakonin Ilona Wewers betonen zudem, wie wichtig die Arbeit von Fachkräften wie Jennifer May sei. „Die Begleitung und Unterstützung von Geflüchteten ist eine absolut anspruchsvolle Aufgabe. Wir brauchen den Austausch und das Fachwissen.“

Für den ersten Stadtrat Thomas Kasten ist die Verlängerung um zwei Jahre nur ein Zwischenschritt. Der gesellschaftlichen Aufgabe der Integration müsse sich auch die Stadt annehmen. „Die Kommune sieht weiterhin großen Handlungsbedarf in Sachen Integration der Asylbewerber und unserer Neubürger. Wenn die Bewerber einen Aufenthaltsstatus erhalten und bleiben dürfen, dann fängt die Arbeit ja erst an.“

Für Jennifer May beginnt sie schon weit vorher. Sie begleitet die Menschen durch das gesamte Verfahren, füllt mit ihnen Anträge aus, berät und informiert und ist nebenbei auch Seelsorgerin, denn allzu oft  sind es hochtraumatisierte Menschen mit denen sie arbeitet.

Auch Elke Brüsch vom Runden Tisch Asyl freut sich über die Verlängerung: „Wir vom Runden Tisch Asyl sind froh, dass das Integrationsbüro bleibt, und sehen darin auch eine Anerkennung unser bisherigen Arbeit.“  Lisa Krusche


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Bild: Krusche

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