Sprengel Hildesheim-Göttingen / Landessuperintendent

Bild, oben: Blick in den Sprengel, Fotograf Heiko Preller, links: Klosterkirche Sankt Marien Amelungsborn

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Superintendent i.R. Eggo Hafermann gestorben

Der Sprengel Hildesheim-Göttingen, der Altkirchenkreis Alfeld und die Hildesheimer Blindenmission trauern um früheren Superintendenten

Am 12. November 2018 verstarb in Hildesheim Superintendent i. R. Eggo Hafermann. Hafermann, geboren am 23. März 1925, wirkte von 1966 bis zu seinem Ruhestand 1990 als Pastor an der St. Nicolai-Kirche in Alfeld und als Superintendent des damaligen Kirchenkreises Alfeld.

Verheiratet mit Ortrud Hafermann, einer Tochter Hanns Liljes, studierte Eggo Hafermann nach der Kriegsgefangenschaft Evangelische Theologie in Hamburg, Göttingen und den USA. Nach dem Besuch des Predigerseminars Loccum und der Ordination durch seinen Schwiegervater trat er seine erste Pfarrstelle im Heidestädtchen Walsrode an. Von 1959 bis 1966 war Hafermann zunächst Pastor und Sekretär, nach zwei Jahren dann Senior der Evangelisch-lutherischen Synode deutscher Sprache in London und im Vereinigten Königreich. Von dort kam er 1966 zurück nach Deutschland in den Kirchenkreis Alfeld und wurde dessen Superintendent. Gleichzeitig versah er das Pastorenamt an der St. Nicolai-Kirche. Seine Persönlichkeit war von tiefer Frömmigkeit, großem pastoralen Ethos und klarer theologischer Ausrichtung bestimmt. Auch in den Stadtansichten Alfelds bleibt das Andenken an Eggo Hafermann sichtbar: der stadtbildprägende Ausbau des Superintendenturplatzes in Alfeld mit der Umsetzung der St. Elisabeth-Kapelle Anfang der 80er Jahre geht mit auf ihn zurück.

Jahrzehntelang war Eggo Hafermann eng mit der Hildesheimer Blindenmission (HBM) verbunden. Bis 2008 war er deren stellvertretender Vorsitzender und seitdem ihr erstes Ehrenmitglied.

„Seine Freundlichkeit im Zugehen auf Menschen, seine Liebe zu seiner Kirche, sein fröhlicher Glaube, sein waches Interesse an Gott und der Welt werden uns fehlen. Jede Begegnung selbst mit dem Hochbetagten war eine große Bereicherung“, sagt Landessuperintendent Eckhard Gorka (Hildesheim). „Wir werden ihn vermissen. Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe, seinen vier Kindern und der großen Familie“, so Gorka weiter.

Katharina Henking, Superintendentin des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, Amtsbereich Alfeld, würdigt ihren Vorgänger: „Bis ins hohe Alter hinein blieb er seinem Altkirchenkreis Alfeld tief verbunden. Seine ehrliche Herzlichkeit und seine Zuwendung behalten wir in dankbarer Erinnerung."

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Bild: Familie Hafermann

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„Es wird zunehmend Normalität, dass auf der Kanzel auch jemand ohne Talar und Beffchen steht“

Zwei neue Prädikanten legten Kolloquium bei Landessuperintendent Eckhard Gorka ab

Hildesheim. Nach Martin Luther sind alle getauften Christen berufen, Gottes Wort zu predigen. Der guten Ordnung halber gibt es aber auch in der evangelischen Kirche ein Pfarramt. Zur Aufgabe der Pastorinnen und Pastoren, die es ausfüllen, gehören vor allem die Sakramentsverwaltung mit der Feier des Abendmahls und der sonntägliche Dienst auf der Kanzel. Doch auch das Ehrenamt führt zur Befähigung, im Gottesdienst auf der Kanzel zu stehen und Brot und Wein in der Feier des Abendmahls einzusetzen. Die dafür notwendige Ausbildung haben Mitte November zwei neue Prädikanten im Sprengel Hildesheim-Göttingen abgeschlossen. In einem Gespräch mit Landessuperintendent Eckhard Gorka stellten sie ihr theologisches Wissen unter Beweis. Gemeinsam wurde Rückschau die breite Ausbildung in den vergangenen Jahren geworfen und Ausblick gehalten auf die kommenden Aufgaben auf der Kanzel und am Altar ihrer Kirchengemeinde.

Foto, v.l.: Rainer Schwartzkopff, Klaus-Peter Meiners (Lektorenbeauftragte im Nordbereich des Sprengels Hildesheim-Göttingen), Mathias Klein und Johannes Peter (neue Prädikanten),Landessuperintendent Eckhard Gorka und Dr. Stephan Goldschmidt (Sprengel Hildesheim-Göttingen)

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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Toleranz als Voraussetzung für eine Kultur des Friedens

Fortsetzung der Reihe BBS-Lectures / „Man muss nicht alles gut finden“

Alfeld. Toleranz wird heute immer und überall eingefordert – gegenüber anders denkenden, anders glaubenden, anders liebenden oder anders aussehenden Menschen. Aber was bedeutet der Begriff überhaupt genau? Und wo muss Toleranz ihre Grenzen haben? Um dieses Thema ging es im Vortrag von Prof. Dr. Klaus Grünwaldt in der Reihe BBS-Lectures an den Berufsbildenden Schulen Alfeld.

Seit vier Jahren organisiert Schulpastor Dr. Matthias Günther jährlich einen Vortrag für die Jahrgänge 12 und 13 über ein gesellschaftlich relevantes Thema, um die Auseinandersetzung mit Fragen jenseits des Unterrichtsstoffs zu fördern. Gleichzeitig erhalten die Oberstufenschüler und –schülerinnen dadurch einen Vorgeschmack auf den Vorlesungsbetrieb der Universitäten.

Prof. Dr. Klaus Grünwaldt ist als Oberlandeskirchenrat der evangelischen Landeskirche Hannovers zuständig für theologische Grundsatzfragen und lehrt am Institut für Theologie der Leibniz-Universität Hannover im Fach Altes Testament. In Alfeld kennt er sich aus; war von 2008 bis 2010  Superintendent des damaligen Kirchenkreises Alfeld.

So positiv der Begriff Toleranz besetzt sei, beruhe er doch auf einem zunächst negativen Impuls, erklärte Grünwaldt: Wir tolerieren, was wir im ersten Moment ablehnen. Man müsse ja auch nicht jeden mögen und jede Meinung teilen, vielmehr andere Sichtweisen respektieren und gelten lassen, ohne den eigenen Standpunkt aufzugeben: „Man muss nicht alles, was man toleriert, auch gut finden.“ Grünwaldt rückte den Begriff der Toleranz in die Nähe des alttestamentarischen Begriffs der Nächstenliebe. Der habe nämlich nichts mit Schmetterlingen im Bauch oder überhaupt viel mit Gefühlen zu tun: Es gehe darum, Verantwortung für den Nächsten zu übernehmen.

Im Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens habe Toleranz schon sehr früh eine Rolle gespielt, so Grünwaldt. Übten die Herrschenden Toleranz gegenüber einer religiösen Minderheit wie zum Beispiel König Friedrich II. von Preußen gegenüber Katholiken und Juden, geschah das jedoch aus Eigeninteresse und ohne diese Minderheit tatsächlich als gleichwertig zu akzeptieren. Echte Toleranz, so der Theologe, sei das nicht. Diese beruhe vielmehr auf Respekt und Anerkennung, zitierte Grünwaldt die UNESCO. Und sei Voraussetzung für eine Kultur des Friedens.

Die Grenze der Toleranz sei jedoch erreicht, wenn aus Meinungen Taten erwachsen, die dem geltenden Recht widersprechen, wenn Grund- und Menschenrechte sowie die freiheitlich-demokratische Grundordnung und das Gewaltmonopol des Staates infrage gestellt werden.

Auf die Frage nach eigenen Erfahrungen mit Toleranz an der Schule, kamen von den Zuhörenden kaum Wortmeldungen. Seiner Ansicht nach funktioniere Toleranz an der BBS überdurchschnittlich gut, sagte ein Schüler. Das entspreche auch seiner eigenen Beobachtung, erklärt Schulpastor Günther: „Es entstehen nicht immer gleich Freundschaften, aber das ist ja auch nicht nötig.“  Wiebke Barth


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Bild: Barth

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Bernhard R. Armour und seine Unterstützung für den Wiederaufbau der Michaeliskirche

Landessuperintendent Gorka erinnerte an die großherzige Hilfsbereitschaft eines jüdischen US-Amerikaners nach dem Zweiten Weltkrieg

Zu einer besonderen Andacht hatte Landessuperintendent Eckhard Gorka am Abend des 9. November in das Südschiff der Michaeliskirche eingeladen. Beim Jahrestreffen der Sprecher der Lektoren und Prädikanten und der Beauftragten für den Lektorendienst aus dem Nordbereich des Sprengels Hildesheim-Göttingen erinnerte der leitende Geistliche an die großherzige Hilfsbereitschaft Bernhard R. Armours, US-Amerikaner jüdischen Glaubens, beim Wiederaufbau der Michaeliskirche.

Am 22. März 1945 hatten sich die Kampfverbände britischer und der kanadischer. Bombenflugzeuggruppen vor Hildesheim vereinigt und ihre Bombenfracht über der niedersächsischen Stadt abgeworfen. Am Abend lag die Altstadt in Trümmern, mit ihr die alten historischen Kirchen. Mit dem Überfall auf Polen hatte das nationalsozialistische Deutschland knapp sechs Jahre zuvor den Zweiten Weltkrieg begonnen. Im Krieg bekam die Verfolgung, Deportation und Ermordung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und in den durch Deutschland okkupierten Staaten eine neue, grausame Qualität. Vorausgegangen waren Schreckensjahre für die jüdische Bevölkerung im deutschen Reich. Das Verbrennen der Synagogen, die brutalen Übergriffe auf Menschen jüdischen Glaubens, Plünderungen jüdischer Geschäfte, alles das hatte in den 30er Jahren zugenommen und am 9. November 1938 in Pogromen und Ausschreitungen überall im Reichsgebiet eine erste entsetzliche Kulmination erfahren. Auch die Hildesheimer Synagoge war angezündet und zerstört worden in dieser, propagandistisch verbrämt so genannten „Reichkristallnacht“.

Dass nach den deutschen Gräueltaten überall auf dem europäischen Kontinent, dass nach industriellem Massenmord in Konzentrations- und Vernichtungslagern eine Verständigung zwischen Menschen jüdischen Glaubens und den Angehörigen des Volks der Täter möglich wurde, ist ein großes, glückliches Wunder. Zumal die Intention und die Einladung dazu von den Verfolgten und Opfern ausgingen. Zu diesem Wunder gehört auch die Unterstützung für den Wiederaufbau der Michaeliskirche durch Bernhard „Barney“ Armour.

Mitten in den Ruinen der Michaeliskirche stand in den warmen Frühlingstagen des Jahres 1945 Kurt Degener, Pastor der Michaeliskirche von 1939 bis 1949. Woher Degener die Kraft nahm, an den Wiederaufbau der Kirche zu glauben und ihn in den kommenden Jahren in Angriff zu nehmen, ist eine Mischung aus Gottvertrauen und Tatkraft. Eine Tatkraft, die Unterstützung findet in einem ebenso tatkräftigen Mann in den USA.

Ohne die Briefbekanntschaft zwischen Bernhard R. Armour, US-Amerikaner jüdischen Glaubens, und Kurt Degener hätte es von 1946 bis 1949 an Motivation gemangelt, das Werk des Wiederaufbaus anzugehen. Es ist fraglich, ob die Michaeliskirche dann überhaupt wieder als kompletter Bau errichtet worden wäre oder ob man sich auf eine teilweise Restaurierung des Hohen Chores und der Grablege Bernwards beschränkt hätte.

135 Briefe geben Aufschluss über diese zentrale Zeit in der Geschichte der Michaeliskirche, sie sind 2004 durch Manfred Overersch ediert, kommentiert und in einem dicken Buch herausgegeben worden. Der damalige US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, und Landesbischöfin Margot Käßmann, unterstreichen in ihren Vorworten die Besonderheit des christlich-jüdischen Dialogs zum Wiederaufbau der Kirche. Doch wie kam es zur Bekanntschaft zwischen Bernhard „Barney“ Armour und Kurt Degener?

Degeners Bruder Fritz war 1930 in die USA ausgewandert. Er hatte in der chemischen Industrie gearbeitet und war in den 20er Jahren in Dresden und Berlin einige Male Bernhard Armour begegnet. Beide hatten sich angefreundet und Armour machte Fritz Degener zu seinem Filialleiter der Heyden-Corporation in Chicago. Hergestellt wurde Acetylsalicylsäure, Antirheumatika, Süßstoffe und seit 1941 auch Penicillin. Über Fritz Degener erfuhr Barney Armour von den zerbombten Städten Deutschlands. Besonders die Berichte Kurt Degeners aus Hildesheim müssen so eindrücklich gewesen sein, dass sie Armour bewogen, den Kontakt zu suchen und Pastor Degener anzubieten, ihn zu unterstützen. Auch für den Wiederaufbau der Michaeliskirche.

So kam es zu einer Vielzahl von Briefen zwischen beiden. Dazu rund 250 Care-Pakete, in denen Kaffee, Medikamente, Bekleidung, Bettwäsche, Stoffe, Nähgarn und Lebensmittel von Bernhard Armour an Familie Degener geschickt wurden. Kaffee als aufbauendes und motivierendes Getränk in den Arbeitspausen, die die Trümmerfrauen in den Resten der Michaeliskirche einlegten, später dann für die Pausen der Handwerker. Bekleidung und Schuhe für Kurt Degeners Kinder, für Degeners Ehefrau und ihn selbst. An Finanzmitteln spendete Barney Armour rund 80.000 DM zum Wiederaufbau der Michaeliskirche. Dass es nicht zu einer noch größeren Summe kam, lag in erster Linie am Tod Barney Armours, der am 1. Dezember 1949 verstarb.

An ihn erinnert heute eine Inschrifttafel vor dem südlichen Durchganz zur Krypta. Sie verdeutlicht die Großzügigkeit und Großherzigkeit, die St. Michael, Pastor Kurt Degener und seine Kirchengemeinde direkt nach Zweiten Weltkrieg geschenkt bekamen.

Bild: hmh

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„Was wir ändern müssen, damit wir bleiben können“

Ernst Ulrich von Weizsäcker spricht über die notwendige Wende hin zur Nachhaltigkeit

Hildesheim. Es gibt Grenzen des Wachstums: Der Club of Rome hat schon vor fast 50 Jahren gewarnt, dass eine Politik stetigen Wachstums den Menschen auf lange Sicht die Lebensgrundlagen auf der Erde entziehen wird. Die notwendigen Veränderungen entschieden anzugehen, erfordert Mut und ist bis heute nicht gelungen; stattdessen haben sich die globalen Krisen verschärft.

Um das komplexe Thema von Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit geht es auch im Projekt „Lernen eine Welt zu sein“, das Michaela Grön für die Evangelische Bildung im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt organisiert hat. Auftakt zum Projekt ist ein Netzwerktreffen am Dienstag, 4. Dezember, ab 16 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche in der Nordstadt.

Dazu wird der Politiker und Naturwissenschaftler Prof. Dr. Ernst UIrich von Weizsäcker erwartet, dessen Vortrag überschrieben ist: „Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen.“ Ernst Ulrich von Weizsäcker ist Co-Präsident des Club of Rome und war Gründer sowie Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Von 2005 bis 2012 war er Mitglied des Bundestages. Sein Vortrag wird eine schonungslose Analyse beinhalten, aber auch Auswege aufzeigen; Beispiele für vernünftiges Wirtschaften innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten.

Zahlreiche Akteure auch in der Region Hildesheim engagieren sich für eine nachhaltige Lebensweise. Bei einem „Marktplatz öko, fair und mehr“ im Anschluss an den Vortrag von Weizsäckers erhalten diese regionalen, aber auch überregionale Akteure im Martin-Luther-Gemeindehaus die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen und sich untereinander auszutauschen. Bildungseinrichtungen und Kirchengemeinden des Netzwerks Evangelische Bildung finden hier mögliche Partner für gemeinsame Projekte und erhalten Anregungen für Veränderungen im eigenen Alltag. Auch andere Interessierte an Fragen der Nachhaltigkeit sind willkommen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Der Abschluss des ökofairen Marktplatzes ist für 19 Uhr geplant.

Am Morgen des 4. Dezember ist Ernst Ulrich von Weizsäcker bereits von 8 bis 9.15 Uhr im Gymnasium Andreanum zu Gast zu einem Vortrag und Diskussion mit rund 180 Schülerinnen und Schülern des 11. und 12. Jahrgangs aus den Kursen Religion und Politik.

Das Projekt „Lernen eine Welt zu sein“ des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt wird gefördert vom ev. Kirchlichen Entwicklungsdienst und unterstützt von der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers und von der Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen. Mehr Informationen und eine Liste der beteiligten Akteure am Bildungsmarkt gibt es unter www. evangelische-bildung.de.   Wiebke Barth


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Bild: Piel Media

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Die Nordstadt – ein Beispiel für Zusammenarbeit

Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf besucht die lange Tafel an der Martin-Luther-Kirche

Hildesheim. Dafür ist der sonnige Herbst noch einmal in die Verlängerung gegangen: Die Initiative "Nordstadt tischt auf" hat ihre lange Tafel vor der Martin Luther Kirche am heutigen Donnerstag noch einmal aufgebaut. Anlass war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe von Doris Schröder-Köpf, der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe. Unter der Überschrift "Wir leben zusammen" besucht sie multikulturelle Stadtteile in Niedersachsen, in denen sich Menschen engagieren und gut miteinander leben. "Wir haben uns für die Hildesheimer Nordstadt entschieden, weil hier die Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure so gut funktioniert", erklärt Schröder-Köpf.

"Nordstadt tischt auf" ist eines von vielen Projekten im Stadtteil, das Menschen zusammen bringt. Von Mai bis Oktober wird einmal im Monat vor der Martin-Luther-Kirche eine lange Tafel gedeckt. Dann treffen sich bis zu 60 Menschen aus dem Stadtteil zum gemeinsamen Essen. Dafür braucht es kein Catering. "Jeder bringt etwas zu Essen mit. Wir kaufen nichts dazu", erklärt Katrin Bode, Diakonin der Martin-Luther-Gemeinde. Dazu gibt es Spielgeräte für Kinder und oft auch ein Begleitprogramm mit Musik. Bode ist mit vielen weiteren Akteuren Mitglied im Arbeitskreis Begegnung des Stadtteilvereins. "Wir sind als Kirchengemeinde gerne Gastgeber", betont sie. "Schließlich lebt Kirche von Begegnung. Da liegt unsere Kompetenz."

So passte die Tafel vor der Martin-Luther-Kirche auch ausgezeichnet zu der Veranstaltungsreihe der Migrationsbeauftragten. Das fand auch Jessica Feyer, Mitarbeiterin des Stadtteilbüros Nordstadt. Gemeinsam mit Frank Auracher, dem Leiter des Stadtteilbüros, hat sie die Initiative "Nordstadt tischt auf" für den Besuch von Schröder-Köpf ausgewählt. "Wir wollten keine separate Veranstaltung machen, sondern zeigen, wie es wirklich ist", erklärt sie. 

Ein bisschen mehr darf es dann aber doch sein. So steht an diesem Nachmittag vor der Kirche ein großer Fußball-Käfig vom Projekt Funah, an einem Tisch kann gebastelt werden und die Frauengruppe vom TürkGücü backt Waffeln. Dazu hat die gerade erst gegründete Kinder-Trommelgruppe der Caritas ihren ersten großen Auftritt.

Wie viele Menschen in der Nordstadt aktiv sind, zeigt sich auch im moderierten Gespräch mit Doris Schröder-Köpf. Da erzählt Omar Fahmy vom Projekt Funah, wie Studierende mit Schülern gemeinsam Lernen und Fußball spielen. Zwei "Stadtteilmütter" der AWO berichten, wie sie geflüchtete Familien im Alltag unterstützen, und Frank Auracher erklärt, wie Gemeinwesenarbeit im Stadtteilbüro funktioniert. "Ich finde es besonders toll, dass heute alle hier zusammen gekommen sind", freut sich Schröder-Köpf. "Daran kann man sehen, wie viele Menschen sich hier engagieren."

Auch Katrin Bode freut sich über das große Engagement und ist auch sichtlich stolz auf ihre Kirchengemeinde. "Wir haben uns getraut, nach außen zu gehen und zu schauen, was unser Stadtteil braucht. Ich hoffe, dass wir damit auch andere Gemeinden motivieren können, sich etwas zu trauen." Sie glaubt, dass Initiativen wie "Nordstadt tischt auf" auch für den gesamten Stadtteil eine große Bedeutung haben: "Wenn wir so miteinander feiern können, können wir auch friedlich in unserem Stadtteil miteinander leben." Julia Dittrich

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"In Stadtteilen wie diesem kann sich viel entwickeln, wenn man zusammenhält und Initiativen unterstützt", findet Doris Schröder-Köpf. 

Die Trommelgruppe der Caritas hat sich gerade erst gegründet. Trotzdem sind die Jungen und Mädchen schon bereit für den ersten Auftritt.

Bild: Dittrich

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Zuversicht – läuft

Diakoninnen und Diakone des Sprengels Hildesheim-Göttingen auf dem Stadtpilgerweg Hildesheim

Inmitten der Stadt, zwischen Menschen und Möglichkeiten lädt der Stadtpilgerweg Hildesheim ein, „sich für Augenblicke auszuklinken und auf neue Blickwinkel“ einzulassen. Das Thema Zuversicht, das sich wie ein roter Faden durch alle Pilgerstationen zieht, macht den Weg durch die Stadt an der Innerste einzigartig. Das erlebten auch die Diakoninnen und Diakone des Sprengels Hildesheim-Göttingen bei ihrem Jahreskonvent Anfang November. Mit der Doppelqualifikation in Religions- und Sozialpädagogik sind sie verantwortlich für die Schnittstellenarbeit zwischen Kirche und Gesellschaft. Landessuperintendent Eckhard Gorka hatte die Fachleute für kirchliche soziale Arbeit und für Diakonie eingeladen, mit ihm im Rahmen ihres jährlichen Treffens den Hildesheimer Pilgerweg zu entdecken.

Bei strahlendem Novemberwetter wurde die Erwanderung des rund 3 Kilometer langen Weges zu einem verbindenden Erlebnis. Peter Leisegang, Diakon im Ruhestand und einer der Initiatoren des Pilgerwegs, leitete die Gruppe über die rund 2,5 Stunden dauernde Strecke. Der Stadtpilgerweg beginnt an der Jacobikirche, mitten in der belebten Hildesheimer Fußgängerzone. Er führt dann an der St. Andreaskirche vorbei, die an die jahrhundertalte Stadtgeschichte und die Zerstörung Alt-Hildesheims im März 1945 erinnert. Der Weg ist ökumenisch angelegt, der Besuch in der katholischen Kirche Heilig-Kreuz-Kirche gehört dazu. Ein Innehalten am Mahnmal für die 1938 zerstörte Synagoge Hildesheims auf dem Lappenberg ruft die Verantwortung ins Gedächtnis, sich als Christinnen und Christen allen menschenverachtenden und nationalistischen Tendenzen entgegenzustellen. Vorbei an St. Godehard und am Mariendom geht es zur Michaeliskirche. Hier in der „Engelsburg“, deren Grundstein Bischof Bernward vor rund 1000 Jahren gelegt hat, wurde im Hohen Chor die Pilgerabschlussandacht gefeiert. Hier endet auch der Pilgerweg, wenn er als Einzelperson oder in einer eigenen Pilgergruppe begangen wird.

Die Kurzzeitpilgernden zeigten sich begeistert, ganz neue Perspektiven auf und in Hildesheim gewonnen zu haben. „Man kennt ja sonst nur die geschäftige Innenstadt. Mit dem Weg über den Lappenberg, um St. Godehard herum und durch die alten Fachwerkstraßen am Kehrwiederturm erschließt sich die ganze Schönheit Hildesheims neu“, so die einhellige Meinung.

Der Stadtpilgerweg ist ein Angebot, sich Wege zum eigenen Inneren zu erschließen. Ebenso lädt er ein, kleine Entdeckungen am Wegesrand zu machen. Für Hildesheim als mögliche europäische Kulturhauptstadt 2025 ist er definitiv eine Bereicherung. Macht er doch die historische Zusammengehörigkeit von Kirche und Stadt greifbar und veranschaulicht, wie viele kulturelle Beziehungen auf diesem Boden gewachsen sind und weiterhin wachsen.

„Für mich passt das perfekt zusammen. Wir haben im kommenden Jahr eine „Zeit für Freiräume“ in unserer hannoverschen Landeskirche. Wunderbare Freiräume finde ich dazu auf dem Hildesheimer Stadtpilgerweg“, so Landessuperintendent Eckhard Gorka. „Freiräume in der Hektik des Alltags wie im Literaturhaus Jacobikirche. Als Innehalten in einer der wunderbaren Kirchen im engen beruflichen und familiären Stundenplan in der Vorweihnachtszeit. Oder für die Pause nach dem Schulunterricht oder zwischen zwei Hochschulveranstaltungen.“

Informationen zum Stadtpilgerweg Hildesheim und eine genaue Beschreibung finden sich in der Broschüre „Stadtpilgerweg Hildesheim“, www.stadtpilgerweg-hildesheim.de






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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Musik von klassisch bis modern in guten Händen – und Füßen

Verleihung der Kirchenmusikstipendien 2018 im Sprengel Hildesheim-Göttingen

 

Hildesheim. Im Lichtschein der Notenbeleuchtung zeigen sich gespannte und konzentrierte Gesichtszüge. In die Tasten der großen Orgel der St. Michaeliskirche greifen beherzt junge Hände. Auf die Pedale, die mit den tiefen Basstönen verbunden sind, wird erst elanvoll kräftig und dann behutsam vorsichtig getreten. Hier und da reicht ein Fuß noch nicht lang genug hinunter. Volle Orgelklänge erfüllen das Kirchenschiff. Alles klappt. Ein schwieriges Stück Orgelliteratur sicher gemeistert von der jugendlichen Künstlerin. Großer Applaus. Konzertstimmung bei der Verleihung der Kirchenmusikstipendien an den Künstlernachwuchs im Sprengel Hildesheim-Göttingen.

Landessuperintendent Eckhard Gorka zeichnete dabei Ende Oktober gleich mehrere junge Nachwuchsmusikerinnen und – musiker aus. In diesem Jahr war es die Orgel, an der die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihr kirchenmusikalisches Können unter Beweis stellten. Unter ihnen Konrad Johannes Borchardt (15 Jahre) und Henrik Peinemann (18 Jahre) aus Einbeck. Die beiden Gymnasiasten lernen Orgel bei Ulrike Hastedt, Kirchenkreiskantorin im Kirchenkreis Leine-Solling. „Ich mag unsere Orgeln in Einbeck sehr“, so Henrik Peinemann. Aber nicht nur die großen Instrumente in der Stadt machen Vergnügen, auch die kleineren Orgeln in den Dorfkirchen haben für ihn einen Reiz: „Ich hab letztes Jahr zu Weihnachten in einer Dorfkirche gespielt, auch das hat viel Spaß gemacht. Das ist schon besonders, wenn eine Kirche so gut besucht ist und Orgel und Gesang den Raum füllen.“

Eckhard Gorka griff den Gedanken auf und unterstrich wie notwendig es ist, dass junge Menschen Lust haben, in der Kirche Musik zu machen. Als Voraussetzung braucht es Orgelunterricht. Das gilt nicht nur für die christlichen Hochfeste wie Weihnachten und Ostern, sondern auch für Taufgottesdienste, für Trauerfeiern und Hochzeiten. Eine kraftvolle Orgelbegleitung gehört dazu - bei fröhlichen wie bei traurigen Anlässen. Im Sprengel Hildesheim-Göttingen lassen sich in den vielen kleinen Dorfkirchen auch überall Instrumente finden, die sich als Übeorgeln für den Nachwuchs anbieten.

Damit das Üben an den Orgeln in Dorf und Stadt möglich wird, auch in der weiten Fläche zwischen Hildesheim und Göttingen, gibt es das Kirchenmusikstipendium des Sprengels. Alle Kirchengemeinden sammeln dafür in einer gemeinsamen Kollekte Geld. Aus dem Betrag wird dann der Musiknachwuchs gefördert. Aber nicht nur die Ausbildung an der „Königin der Instrumente“ wird bezuschusst, auch für andere Instrumente besteht eine Unterstützung. Einen Bezug zur Kirchenmusik braucht es, förderwürdig ist aber auch Gitarrenunterricht beispielsweise zur Begleitung poppiger und jazziger neuer Kirchenlieder aus dem Liederbuch „Freitöne“ oder die Ausbildung an anderen Instrumenten.

Neben Henrik Peinemann und Konrad Johannes Borchardt aus Einbeck, erhielt auch die aus Japan stammende Hildesheimerin Kazumi Hayashi die zweite Rate des Stipendiums in Höhe von je 100,- €. Die mit je 400,- € dotierte erste Förderungsrate erhalten unter anderem die beiden Nachwuchsorganistinnen Patricia Manske aus Algermissen und Amelie Strohmeyer aus Alfeld,

„Sie sind die Zukunft der Kirche“, so Eckhard Gorka begeistert, als er bei der Verabschiedung einer jeden und jedem der talentierten Nachwuchskünstlerinnen und -künstler noch einen Blumenstrauß in die Hand drückte.

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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Kabarett zum elften Geburtstag

Sankt Andreas Stiftung investiert seit 2007 in Kirche und Gemeindeleben

Hildesheim. Die Sankt Andreas Stiftung wird elf Jahre alt – nicht gerade ein runder Geburtstag; aus Sicht des Stiftungsvorstands aber allemal ein Grund zum Feiern und eine Gelegenheit einmal aufzuzeigen, was alles in diesen elf Jahren für die Kirche und Gemeinde erreicht werden konnte. Der zehnte Geburtstag, da ist sich der Stiftungsvorstand mit Andreaspastor Detlef Albrecht einig, wäre zwischen all den Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum im vorigen Jahr ohnehin nur untergegangen – unverdient.

Stattdessen findet die Feier des elften Geburtstags jetzt passend am 11.11. statt. Kabarettist Matthias Brodowy gastiert mit seinem Programm „Gesellschaft mit beschränkter Haltung“ um 18 Uhr in der Andreaskirche. Landessuperintendent Eckhard Gorka und Volker Kretschmer – seit der Gründung Vorsitzender des Stiftungsvorstands – werden Grußworte sprechen. Karten gibt es beim Kulturring Hildesheim sowie unter reservix.de.

Die Gemeinde finanziell auf festere Füße zu stellen und mehr Gestaltungsspielraum für den Kirchenvorstand zu gewinnen, diese Gedanken waren vor elf Jahren Anstoß  für die Gründung der Stiftung. Seither ist viel investiert worden, um das Gemeindeleben vielfältiger und den Kirchbesuch angenehmer zu machen. Mit 25.000 Euro Kapital war die Sankt Andreas Stiftung 2007 gestartet, doch schon 2010 bekam die Stiftung durch eine Erbschaft einen kräftigen Schub nach vorn.

So konnten in den letzten Jahren zwischen 10.000 und 12.000 Euro im Jahr für Projekte ausgegeben werden. Denn während die Stiftung in den ersten Jahren noch Personalkostenzuschüsse für die Gemeinde zahlte, beschloss der Vorstand bald, lieber in eigene Ideen zu investieren. Schließlich sollten Stifter und Spender klar erkennen: das ist durch unseren Beitrag verwirklicht worden.

Und zwar eine Menge. Durch regelmäßige Förderung der Kirchenmusik trägt die Sankt Andreas Stiftung zum Beispiel zum abwechslungsreichen Konzertprogramm der St.-Andreas-Gemeinde bei. Auch für die Innenausstattung der Kirche wurde Geld gegeben: Die stimmungsvolle Beleuchtung der Seitenschiff-Gewölbe lässt die Kirche jetzt auch bei trübem Wetter einladend aussehen; dank einer verbesserten Lautsprecheranlage kommen auch diejenigen GottesdienstbesucherInnen in den vollen Genuss der Predigt, die nicht mehr so gut hören.

Der neue Windfang am Nordportal machte es 2014 möglich, die Kirche in Richtung Zuckerhut und Markplatz zu öffnen, ohne dass der Wind gleich das Laub bis vor den Altar fegt. Und das sind nur einige Beispiele für das Wirken der Stiftung. Auch Veranstaltungen wie 2015 die Feiern zum 50jährigen Jubiläum des Wiederaufbaus der Andreaskirche werden unterstützt. Der Stiftung ist auch zu danken, dass in der Gemeinde jetzt jeder Täufling mit einer Kinderbibel beschenkt wird.

Damit trotz geringerer Zinsen weiterhin viele Ideen verwirklicht werden können, hofft der Stiftungsvorstand auf Spenden, die zum Beispiel in der „Spendenstele“ in der Kirche gesammelt werden, sowie auf weitere Zustiftungen. Das lohnt sich noch bis Ende Juni 2019 besonders, denn durch ihr Bonifizierungsprogramm legt die Landeskirche Hannovers für drei eingeworbene Euro jeweils noch einen obendrauf.

Beim Stiftungsfest am 11. November hofft der Vorstand auf lebhaften Kartenverkauf. Erstmals kann dann auch ein Kalender mit Motiven aus der Andreaskirche erworben werden.Wiebke Barth






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Bild: Detlef Albrecht

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 „Einladend, ökumenisch, der Welt zugewandt“

Kirchenkreis feiert den Reformationstag mit Musik und Begegnung

Alfeld. Mit viel Musik, mit Begegnung und Gespräch hat der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld den Reformationstag – erstmals als gesetzlichen Feiertag – begangen. Zum ersten Mal hat aus diesem Anlass der Kirchenkreis zu einem Empfang geladen, beginnend mit einem musikalischen Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche, um dann die gesamte Gemeinde ins Lutherhaus zu einem Imbiss und Gesprächen zu bitten. „Einladend, ökumenisch, der Welt zugewandt“, so sollte dieser Tag gefeiert werden, sagte Superintendent Christian Castel: „Wir müssen einen Dialog üben, der von Respekt getragen ist.“ Auch Kritiker und Gegner seien eingeladen, sich einzubringen.

Die geistliche Abendmusik in der Kirche schlug einen Bogen von Tradition zu Moderne, von Luthers Zeit zum Heute: Komponist Michael Schütz hat in seiner Luthermesse von 2016 die traditionelle Luturgie der lateinischen Messe durch Lieder von Martin Luther mit deutschen Texten ergänzt, die singende Gemeinde einbezogen und neben Streichern auch moderne Instrumente eingesetzt. So bildete schon das „Kyrie“ einen machtvollen Einstieg, bei dem zum emotionalen Gesang der Kirchenkreiskantorei das an dieser Stelle ungewohnte Schlagzeug spannungsteigernde Akzente setzte: „Ich hatte Gänsehaut“, sagte eine Zuhörerin im Anschluss. „Die Musik verkündigt“, sagte Superintendentin Katharina Henking, „sie ist kein schmückendes Beiwerk, sondern auf Augenhöhe mit dem Wort.“

Viele der Gottesdienstbesucher und – besucherinnen folgten anschließend der offenen Einladung in das Lutherhaus. In einem Grußwort sagte Landrat Olaf Levonen, für ihn sei Martin Luther ein Vorbild für kritisches Denken und Hinterfragen. Reformation bedeute Veränderung, und Reformation höre nie auf. Der Alfelder SPD-Landtagsabgeordnete Volker Senftleben erklärte, er freue sich über den neuen Feiertag, denn die Reformation habe eine Wende für die ganze Gesellschaft bedeutet. Nun müsse der Focus auf einer Kultur des Miteinanders liegen. „Reformation erneuert sich immer“, sagte Ute Bertram, CDU-Kandidatin für das Europaparlament. Es gelte heute, gemeinsam für die Religionsfreiheit einzustehen.

Die Gäste nutzten lebhaft die Gelegenheit zu Austausch und Gespräch.  Wiebke Barth






Bild: Barth

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